OR1™: Synergy in Operation PDF Drucken E-Mail

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Sicherlich ist Ihnen folgendes Szenario bekannt: Der nächste Patient liegt, bereit für den Eingriff, im Vorbereitungsraum. Das OP-Team ist im Stress – der vorhergehende Notfall droht das komplette OP-Programm des Tages zur Makulatur werden zu lassen. Eile ist angesagt. Während das Reinigungspersonal letzte Hand anlegt laufen die Vorbereitungen für den bevorstehenden Eingriff. Gerätschaften, Instrumente, Verbrauchsmaterialien müssen schnell beschafft und präzise gerichtet werden. Sätze wie „Hat jemand die Röntgenbilder“ oder „Wo ist die Fernbedienung des OP-Tischs“ schwirren durch die Luft. Vermutlich hat diese jemand in der Hektik aus Versehen im Nebenraum liegen lassen. Die Zeit läuft, das Setup ist immer noch nicht abgeschlossen, der Chef ist im Anmarsch, und zu allem Überfluss ist die Kollegin über einen der unzähligen Gerätewagen gestolpert …

Es ist eigentlich wie immer: Im OP gibt es zu wenig Platz. Geräte können nur umständlich und nicht zentral bedient werden und die Visualisierung dringend benötigter Informationen aus dem PACS oder der elektronischen Patientenakte gelingt, wenn überhaupt, lediglich eingeschränkt. Ganz zu schweigen von der unzureichenden Ergonomie des gesamten Arbeitsplatzes.

Dies alles führt zwangsläufig zu fehlerträchtigen und frustrierenden Interaktionen bei allen Beteiligten – Missverständnisse, Unklarheiten und Zeitmangel sind vorprogrammiert. Und das obwohl gerade die Funktionseinheit OP eine der wichtigsten Faktoren in der gesamten klinischen Wertschöpfungskette darstellt. Gerade der OP, der diverse Abläufe der gesamten Klinik taktet ist die Quelle für medizinische und wirtschaftliche Störfälle obwohl besonders dort komplizierte Arbeitsabläufe eigentlich kein Thema mehr sein sollten oder besser gesagt sein dürften.

Um den aus all diesen Umständen resultierenden Anforderungen einer ergonomisch und technisch durchdachten Arbeitsplatzgestaltung im OP gerecht zu werden hat KARL STORZ in der Vergangenheit viele Innovationen in einem Gesamtkonzept vereint:

 

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Abb. 1: OR1™ Installation in Lausanne – Design trifft Funktionalität und Ergonomie


Ergonomie und Effizienz

Klinikärzte und Krankenhausmanagement brauchen heute zuverlässige und kompetente Partner, die in der Lage sind das vorhandene Potential zur Optimierung chirurgischer Prozesse zu erkennen und umzusetzen. Partner, die Voraussetzungen schaffen, Workflow-Prozesse mit einer besseren Wertschöpfung für Patient und Krankenhaus zu gestalten. Weil wir die komplexen Bedürfnisse der Ärzte und Kliniken durch unsere fast 65 jährige Erfahrung kennen und weil wir uns den steigenden Erwartungen bewusst sind, haben wir mit OR1™ ein offenes und modulares System geschaffen, das zukunftsorientiert mit diesen Anforderungen wachsen kann. Die Systemarchitektur basiert auf drei flexibel gestalteten Bausteinen, die jederzeit die Möglichkeit zur Erweiterung bieten:

-       Der KARL STORZ Communication Bus (SCB) ermöglicht es, alle Geräte- und Raumfunktionen sowohl vom sterilen als auch vom nicht-sterilen Bereich aus über Touch Screen Displays zentral zu bedienen - auf Wunsch auch per Sprache. Das Besondere daran ist: der Bildschirm zeigt Ihnen 1:1 die realistische Benutzeroberfläche des jeweilig ausgewählten Gerätes. So funktioniert die Gerätesteuerung intuitiv, verringert Bedienungsfehler, spart Zeit und gibt somit zusätzliche Sicherheit. Dies gilt ebenso für die individuellen Konfigurationsmöglichkeiten. Für jeden Operateur und Eingriff sind alle Geräteeinstellungen individuell vorkonfigurierbar. Abgespeichert als Profil sind sie in wenigen Sekunden bedarfsgerecht abzurufen und verkürzen so die Wechselzeiten und erleichtern die OP-Vorbereitung. Einfachheit herzustellen ist alles andere als einfach. Denn Medizintechnik muss einwandfrei funktionieren, das lässt sich angesichts des kritischen Einsatzgebiets unserer Produkte nicht bestreiten. Doch neben der technischen Reife eines Gerätes entscheidet im Einsatz vor allem auch die Benutzerfreundlichkeit darüber, ob es wirklich sein Ziel erreicht hat. Es gilt die Interaktion zwischen Produkt und Mensch so zu gestalten, dass technischer Fortschritt wirksam umgesetzt, optimale Ergebnisse erzielt, Risiken vermieden und Anwender unterstützt werden. Hier sieht KARL STORZ die Herausforderung von Usability.

-       Mit dem Advanced Image and Data Archiving System AIDA ist das umgesetzt worden, was der Anwender unter einer flexiblen Bilddokumentation erwartet. Die multifunktionale Architektur sorgt dafür dass sich Arztbriefe und Dokumentationen einfach und schnell umsetzen lassen. Sämtliche patientenbezogenen Text- und Bilddaten sind komfortabel mit dem AIDA System archivierbar und auf vielfältige Weise mit übergeordneten Informationssystemen kombinierbar. Mittels Netzwerk, einer IHE zertifizierten DICOM-Schnittstelle, einer HL7 oder proprietären Schnittstelle wird ein wichtiger Beitrag zur Komplettierung des digitalen Datenflusses geleistet. Ihr OP ist per OR1™ direkt an das bestehende Krankenhausinformationssystem oder PACS angeschlossen, schützt somit getätigte Investitionen und verbessert die Sicherheit im Umgang mit Patientendaten.

-       Kommunikation, egal wie, aber bitte unbegrenzt und direkt aus dem sterilen Bereich. Kein Problem mit den intelligenten Lösungen aus der IRIS (Intelligent Routing and Imaging Solutions) Produktfamilie. Ob von OP zu OP, ins Chefarztbüro, den Hörsaal oder sekundenschnell an jeden anderen Ort der Welt: Videokonferenzen, Live-Übertragungen von Eingriffen, Videostreaming, Audiokommunikation via Telefon oder Pager, alles ist möglich und konsequent umgesetzt. Durch flexibles Routing bildgebender Technologien (Endoskopie, Mikroskopie, C-Bogen oder andere radiologische Großgeräte) im OP kann eine optimale und ergonomische Visualisierung für alle Beteiligten im OP gewährleistet werden. Ein weiteres, neues Mitglied der IRIS Produktfamilie ist die Monitoring-Lösung OVERVIEW zur Unterstützung des OP-Personals und optimalen Kapazitätsplanung im OP. Mit OVERVIEW können die Vorgänge in Operationssälen, Intensiv- oder Säuglingsstationen von einem zentralen Ort, z.B. dem Belegschaftsraum oder Arztbüro aus, im Auge behalten und so ein besseres Zeitmanagement geschaffen werden. Für mehr Zeit, die der Sicherheit und Gesundheit der Patienten zu Gute kommen kann.

Alle Geräte sowie OP-Leuchten sind ergonomisch auf Deckenversorgungseinheiten angebracht. Kein Gerät, kein Kabel berührt den Boden, das OP-Team hat volle Bewegungsfreiheit. Dies ermöglicht unter anderem die bessere Koordination des OP-Personals und nicht zuletzt die Erhöhung der Patientensicherheit.

Der OP wird heute mehr und mehr als Profit Center geführt. Nicht allein die erfolgreiche OP steht im Vordergrund, auch die Effizienz und damit die Optimierung der Wirtschaftlichkeit wird zu einem immer wesentlicheren Faktor. Der Einsatz der OP-Softwarelösungen ORchestrion von KARL STORZ, die optimal auf die Anwendung mit OR1™ abgestimmt sind, unterstützt Sie bei dieser Gratwanderung. Ob bei der Planung von Terminen, beim Ressourcen- und Materialmanagement: ORchestrion sorgt für den notwendigen Informationsfluss zwischen den Operationssälen und den Krankenhausinformationssystemen.

ORchestrion begleitet, als webbasiertes modulares System, die Wertschöpfungskette des Operationssaals in jedem Schritt: Von der Planung der Behandlung, über die Operation, bis hin zum Patiententransport zurück auf die Station. Zum Beispiel sind mit dem Ressource Planner Module Operateur und Anästhesist in der Lage einen Termin für den Patienten zu finden, an dem die Ressourcenverfügbarkeit geprüft und garantiert ist. Die Überprüfung bezieht OP-Slots der Operateure, Dienstzeiten, Verfügbarkeit von mobilen Geräten, Instrumenten und Personal ein, um den „perfekten“ OP-Termin zu finden. Der Termin wird durch Operateur und Anästhesist bestätigt oder mit einem Vermerk auf nachzureichende Befunde versehen. Sollten Befunde fehlen, werden die freigewordenen OP-Slots neu verteilt. Das Steering and Localization Module kombiniert automatisierte Aufgaben und Patientenortung und erzeugt daraus die „Ist-Situation“. Engpässe sind sofort erkennbar und können aufgehoben werden, bevor es zu Planverschiebungen kommt. Die Ortung des Patienten erfolgt mit Hilfe eines kleinen W-LAN-Tags, den der Patient bei der Aufnahme erhält. Die dabei verwendete W-LAN-Infrastruktur ermöglicht neben der Ortung der Patienten die Verteilung von Aufgaben an das Personal durch ein integriertes Task Management. Das ORchestrion NurseCall-System berücksichtigt dabei die Laufwege und Kompetenzen der Stationsschwestern. Ähnlich wie beim Patienten, werden Siebe und Instrumente durch ORchestrion erfasst. RFID-Tags sorgen dafür, dass das Instruments Management Module den Lebenszyklus von Instrumenten aufzeichnet und auswertet. Sieboptimierungen, Lagerbestandanpassungen, Einhaltung von Steril-Verfallsdaten und ein Überblick über die Instrumentenkosten pro Fingergriff sind einige der Vorteile, die das IMM bringt und einen direkten Effekt auf die Kostenreduktion erwirken. Transparenz, Reduktion von Wechsel- und Leerzeiten und die Rückgabe der Kernkompetenzen sind die Ziele, die das prozessorientierte System ORchestrion erreichbar macht.

Sicherheit für Patient und Anwender

Einer für Alles – dafür steht OR1™: Geräte für endoskopische Eingriffe, bildgebende Technologien, Telemedizin, Audio- und Videotechnik, Datenmanagement und Dokumentation, die Bildschirme, der OP-Tisch, die OP-Leuchten, sowie eine große Anzahl peripherer Systeme, auch Produkte fremder Hersteller – alles hat seinen Platz, ganz individuell. Dieser Umstand führt zu einer komplexen Kombination unterschiedlichster Systeme ob medizintechnisch oder nicht. Damit dieses Zusammenspiel zum einen reibungslos und zum anderen sicher arbeitet wurde von Beginn an auf die Einhaltung der jeweils gültigen Normen geachtet welche eine entsprechend technische Lösung voraussetzen. Dazu gehören z.B. der Einsatz von Signalisolatoren bei elektrisch leitenden Verbindungen, die aus dem OP-Saal herausführen oder die Verwendung von zusätzlichen Trenntransformatoren mit ISO-Wächtern bei der Einbettung nicht medizinischen Geräts in das ME-System. Alles im Sinne der elektrischen Sicherheit für Patient und Anwender.

Neben der elektrischen Sicherheit wird die Patientensicherheit durch weitere Funktionen erhöht. Dazu gehören die audiovisuelle Darstellung von Fehlermeldungen der Geräte oder die automatische Übernahme von Patientendaten aus dem PACS oder KIS-System.

Die neueste und bereits in OR1™ verwirklichte Idee und kommende Verpflichtung im Gesundheitswesen ist die sogenannte Time-Out Verification. Die Checkliste vor der eigentlichen OP entspricht dem Standard der Weltgesundheitsorganisation WHO und beinhaltet alle notwendigen Schritte, um vermeidbare und patientengefährdende Ereignisse, wie die Verwechslung des Patienten, des Eingriffes, der korrekten Körperseite oder auch Informationslücken genereller Natur zu verhindern. Der Time-Out wird vor dem Start des Eingriffes auf allen Monitoren angezeigt und kann somit von jedem Teammitglied mitverfolgt und eingesehen werden. Das Ausfüllen der Liste wird protokolliert und das so erstellte Protokoll abschließend zu Komplettierung der OP-Dokumentation auf Papier oder elektronisch zur Verfügung gestellt.

Leistungsportfolio

Ein moderner OP ist eines der sensibelsten Systeme in der medizinischen Versorgung und stellt das Herzstück eines jeden operativ tätigen Krankenhauses dar. Die Vielfalt der Aufgabenstellungen für die Planung neuer oder zu modernisierender OP-Lösungen ist groß und steigt entsprechend der gewünschten Individualisierung. KARL STORZ findet mit seinem Kompetenzpartner MEDPLAN Engineering die Lösungen dazu – partnerschaftlich und auf Augenhöhe. Denn die Planung und Ausführung des OR1™ Projekts gehört zu den Kernkompetenzen von MEDPLAN Engineering. Dahinter steht ein ganzheitliches Konzept, das die Beratung, Entwicklung, Planung und Ausführung von Operationssälen bis hin zu kompletten Kliniken beinhaltet. Es berücksichtigt die Integration länderspezifischer Anforderungen an Gebäude- und Medizintechnik ebenso wie flexible Lösungen, die auf die individuellen Erfordernisse des Krankenhauses abgestimmt sind. MEDPLAN Engineering analysiert und erfasst die bestehenden Betriebsabläufe und bringt diese Erkenntnisse mit Hilfe von Simulationen in die Planungs- und Designphase ein. MEDPLAN Engineering entwickelt kundengerechte Empfehlungen zur Optimierung Ihrer Ablauforganisation und kümmert sich auch um deren Umsetzung.

Die Zusammenarbeit mit unserem weiteren Kompetenzpartner KARL STORZ SOLUTIONS begleitet Sie ganzheitlich beratend von der Gesamtkonzeption bis hin zur Finanzierung des Projekts. Im Mittelpunkt steht eine Idee: Alles aus einer Hand und alles in einer Verantwortung. Vom maßgeschneiderten kompletten Produkt- und Leistungsportfolio für Ihren OP über alle Dienstleistungsmodule wie das KARL STORZ Service-Programm ENDOPROTECT1™, ORchestrion oder MEDPLAN Engineering bis hin zu individuell erstellten Finanzierungskonzepten wie Leasing, Miete oder Nutzungsüberlassung. Reinvestitions-Konzepte, Pay-per-Procedure und DRG-Anpassungen runden dieses Angebot zusätzlich ab.

Aus jeder Perspektive gesehen: Die OR1™-Technologie von KARL STORZ eröffnet Ihnen genau diese. Ob die bessere Einbettung des OPs in die gesamte Krankenhaus-Infrastruktur oder der Verbesserung chirurgisch / medizinischer Prozesse: Heraus kommt eine vollständig integrierte OP-Lösung, wenn Sie wollen auch aus einer Hand.

Vielleicht ist Erfahrung kombiniert mit Weitsicht das Erfolgsgeheimnis, das die Marke KARL STORZ zu einem führenden Spezialisten in der Endoskopie und mit OR1™ weltweit zu einem Begriff für Innovation, Effizienz und Sicherheit im OP gemacht hat. Denn Anspruch und Wirklichkeit der OR1™-Technologie sind bei KARL STORZ deckungsgleich. So wie die sechs perfekten Seiten eines Würfels. Jede Seite steht stellvertretend für ein Systemmodul - perfekt im Detail, im Ganzen vollkommen.

 

weitere Informationen:

KARL STORZ GmbH & Co. KG
OR1™ Marketing
Mittelstraße 8
D-78532 Tuttlingen
Tel.: +49 (0)7461 708 0
Fax: +49 (0) 7461 705 105
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